der letzte tag auf mull
Den letzten Tag beginnen wir gemächlich mit dem Mittagessen im Glenforsa Café & Farm Shop – einem Ort, der von aussen unscheinbar aussieht und innen überrascht. Wir teilen uns einen Käse- und einen Fischteller: Lachs, Forellenmousse und endlich der Mull Cheddar, über den wir seit Tagen reden. Er ist hervorragend.
Dann die Lochbuie Standing Stones – der einzige vollständige Steinkreis der Insel. Die neun Granitsteine aus der Bronzezeit stehen in einem Kreis von gut zwölf Metern Durchmesser, vermutlich für rituelle Zwecke genutzt. Wir spazieren über Kuh- und Schafweiden dorthin – und mittendrin entdeckt Reiner einen Hirsch mit kleinem Geweih, der sich ganz selbstverständlich zwischen die Schafe gemogelt hat. Auch auf der Rückfahrt nach Tobermory sehen wir Hirsche zwischen den Herden äsen.
Am letzten Abend wollen wir eigentlich nicht mehr im Hotelrestaurant essen. Dann knurrt der Magen, und der Spezialburger mit Poulet, Guacamole, Jalapeños und Salsa ist so gut, dass wir es nicht bereuen. Der Barkeeper, der gleichzeitig Bestellungen aufnimmt, Drinks zapft und eine grössere Gruppe bedient, verliert dabei nie die Freundlichkeit. Es ist der beste Abend im Hotel.
Am nächsten Morgen laden wir die Koffer. Die Fähre von Craignure bringt uns zurück nach Oban – und von dort fahren wir weiter nach Kennacraig, wo die Fähre nach Islay wartet. Mull bleibt im Rückspiegel. Die Insel hat mehr gehalten, als sie versprochen hat.
Mull bleibt im Rückspiegel. Die nächste Insel riecht nach Torf und Whisky. Bald geht's weiter!