USA 2022 - 08 las cruces - albuquerque - 05

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albuquerque

«Mask on!» stand bei der St. Augustine Catholic Church Isleta mit grossen Lettern auf einer Tafel geschrieben. Wir hatten kein Problem, dass die Natives auf das Tragen von Masken bestanden, aber die Art und Weise, wie darauf aufmerksam gemacht wurde, empfanden wir als Affront. Wir hatten das Gefühl, nicht willkommen zu sein und verzichteten auf den Besuch der Kirche.

Plötzlich quietschten die Bremsen und ich hing in den Sicherheitsgurten. Auch das entgegenkommende Auto hatte scharf abgebremst, weil ein Sheriff ihm die Vorfahrt genommen hatte und von links quer über die Vorfahrtsstrasse in die Sheriffstation zu unserer Rechten gefahren war.

Wir erreichten die Route 66 und mit ihr unser kürzlich gebuchtes Motel. Das Sandia Peak Inn leuchtete in typische Route 66-Manier bunt entgegen. In der kleinen Rezeption war erst niemand, aber nach kurzer Zeit tauchte ein Mann auf, der dem Aussehen nach Wurzeln in der Region um Pakistan oder Indien hatte. Er begrüsste uns sehr herzlich, erzählte, dass er vor fünfzehn Jahren mal in der Schweiz gewesen war und dass dies ein sehr schönes Land sei. Das Zimmermädchen sei noch dabei, die Zimmer zu reinigen, aber unseres sei bereits fertig.

Wir schleppten unser Gepäck in das obere Geschoss und waren etwas enttäuscht, als wir das Zimmer betraten. Es war sehr abgewohnt und dunkel. Noch immer trauerte ich der anderen Unterkunft nach.

Zum Abendessen fuhren wir zu DH Lescombes Winery & Bistro in der historischen Altstadt von Albuquerque. Die Weinbar war 2005 ursprünglich unter dem Namen St. Clair Winery & Bistro eröffnet worden. Wir fragten nach einem Tisch im Restaurant und bekamen nach kurzem Warten einen. Ein Chardonnay wurde uns zum Probieren eingeschenkt. Mir schmeckte der so gut, dass ich den zum Essen dazu bestellte. Reiner und ich teilten uns eine Vorspeise, die wie die Hauptgerichte köstlich war.

fire danger extreme today!

Sah man von der Tüte im Best Western von San Diego ab, war dies das schlechteste Hotelfrühstück der Reise. Der Kaffee war ungeniessbar und es gab lediglich süsse Sachen. Der Raum war sehr klein und die Einrichtung sah aus, als hätte man die übriggebliebenen Möbel hier abgeladen. Das einzig gute waren die Waffeln, die wir uns zubereiten konnten. Vielleicht waren wir aber auch einfach nur verwöhnt von den vorherigen Unterkünften, in denen wir ziemlich viel Glück mit der Verpflegung gehabt hatten.

Ein paar Wolken standen am Himmel, ansonsten war es wieder ein schöner Tag. Ich hatte, wie für die gesamte Tour, auch für Albuquerque im Vorfeld einige Sehenswürdigkeiten notiert. Auf dieser Liste gab es ein Muss und das war der Sandia Crest. Der Bergrücken ist mit 3255 Metern der Höhepunkt der Sandia-Manzano Mountains. Auf dem Crest am westlichen Ende der Sandia Crest Road soll sich ein malerischer Aussichtsbereich befinden.

Bevor wir uns auf den Weg zu dem 63 Kilometer entfernten Ziel machten, schaute ich im Internet nach, ob es irgendwelche Einschränkungen gab, fand aber nichts. Von der Route 66 wechselten wir auf die NM-14 und bogen in San Antonito auf die Sandia Crest Road ab. Smokey Bear warnte vor extremer Waldbrandgefahr, das Wegwerfen von Zigaretten oder anderen brennenden Gegenständen war untersagt. Auf einmal war vor uns eine Strassensperre. Zwei Polizisten, eine Frau und ein Mann, hielten das Fahrzeug vor uns an, die Polizistin fotografierte das Nummernschild und liess den Wagen nach kurzer Diskussion passieren. Die beiden kamen zu uns ans heruntergelassene Fenster und erklärten, dass wegen extremer Waldbrandgefahr die Strasse seit gestern gesperrt sei. Die Sperrung würde noch bis Juli andauern. Sie bedauerten sehr, dass sie uns wieder zurückschicken mussten.

petroglyphen

Enttäuscht wendeten wir und setzten uns ein neues Ziel: Das Petroglyph National Monument im Westen der Stadt. Beim Visitor Center, das im Aussenbereich unter einer Zeltplane aufgebaut war, schauten wir uns einen Film an und nahmen von einer Rangerin die Broschüre mit den verschiedenen Beobachtungspfaden entgegen.

Wir fuhren zu Boca Negra, wo es gemäss Beschreibung ein entwickeltes Wegesystem, schattige Sitzbereiche, Picknicktische, Toiletten und Trinkbrunnen gab. Das Highlight seien die ungefähr hundert Petroglyphen, die hier entdeckt werden können.

Erst wollte ich den Mesa Point Trail gehen, aber Reiner meinte, dass ich den nicht schaffen würde. Er war als «anstrengend» gekennzeichnet und führte ziemlich steil in die Höhe, also liess ich es bleiben. Ein paar Meter weiter war der Parkplatz zum Macaw Trail, den sogar ich ohne Probleme bewältigen konnte.

Eine Schulklasse kam vom Cliff Base Trail und rastete im überdachten Picknickbereich. Sie bekamen eine kleinen Erdkundeunterricht, wurden angewiesen, ihre Wasserflaschen aufzufüllen, dann wanderten sie weiter. Der Proviant und eine Betreuungsperson sowie die Trinkflasche eines Kindes blieben zurück. Das Kind kam zurück, holte seine Flasche und bekam eine kleine Schelte der Betreuungsperson.

Zu gerne hätte ich gewusst, welche Petroglyphen sich auf dem Cliff Base Trail befanden, doch auch hier argumentierte Reiner mit meinem Knie, das noch nicht ganz so wollte, wie ich. Deshalb ging er den Weg allein und ich fuhr das Auto zum Ausgangspunkt. Oh, wo sollte ich parkieren? Es gab keinen Parkplatz, also fuhr ich zögerlich zur Eingangsstation, wo ein anderes Fahrzeug vor mir am Ticketautomaten beschäftigt war. Zahlen musste ich nicht, denn der Nationalparkpass, der am Rückspiegel baumelte, war auch hier gültig.

Huch, ich hatte gegen die Einbahnstrasse gelenkt, also setzte ich wieder zurück, um auf die richtige Spur zu kommen. Der Fahrer des vor mir eingefahrenen Autos musste meine Unsicherheit bemerkt haben. Er kam zu mir und fragte, ob ich Probleme hätte. Es war ein Ranger und mir war mein Manöver furchtbar peinlich. Ich erklärte, dass ich auf meinen Mann warten würde und zeigte auf den Wandervogel am Hang. Er gestattete mir, mich ausnahmsweise an den Strassenrand zu stellen und wies mich darauf hin, darauf zu achten, dass andere Autos passieren konnten.

Im Gegensatz zu den Kindern hatten wir kaum Proviant dabei. Uns war nach asiatischem Essen, also steuerten wir ein chinesisches Restaurant an. Bevor wir dieses erreichten, sahen wir ein Gebäude mit Aufschrift «HIBACHI One Japanese Steakhouse Sushi». Das gefiel uns trotz der bescheidenen Aussenseite viel besser, also kehrten wir hier ein. Wir konnten wählen, ob Grill oder Sushi. Als Sushi-Liebhaber war klar, wo wir uns hinsetzten. Das Lokal war erstaunlich gross und sehr nett eingerichtet. Der Kellner war zurückhaltend, aber freundlich, uns gefiel es hier ausgesprochen gut.

Wir bestellten je eine «California Roll Combo + 2 Rolls», die wir uns teilten. Inklusive Getränke und Tip zahlten wir hier weniger als für manches Frühstück. Die Sushis schmeckten sensationell und die Portion war erstaunlich gross.

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