USA 2022 - 08 las cruces - albuquerque - 04

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In Socorro bezogen wir die Unterkunft für die nächste Nacht. Auf dem Parkplatz standen Firmenautos. Wegen Umbaus war der Innenpool nicht in Betrieb. Unser Zimmer war das letzte am Gang, vorbei an Zimmern, in denen Handwerker am Werkeln waren.

Ich checkte die E-Mails. Eine Nachricht von jemandem von der stornierten Unterkunft in Albuquerque war eingetroffen. Er schrieb, dass die Rückzahlung der Anzahlung unterwegs sei. Ein paar Tage davor hatte ich in einem Mail klargemacht, dass ich es nicht in Ordnung fände, dass sie uns so kurzfristig abgesagt hätten und das Geld angefordert. Sie hatten geantwortet, dass sie die Unannehmlichkeiten bedauerten, aber sie hätten Bauarbeiten, die nicht rechtzeitig fertig geworden wären. Ich wurde den Verdacht nicht los, dass sie zahlungskräftigere Gäste gefunden hatten als solche, die über Booking.com gebucht hatten.

Eine andere Nachricht kam von Lynx:

Hi *Name Vorname*
Thank you for choosing Just Stay Vacation Rentals & Design, below are the instructions
for each of your locks. If you have not checked in, please click here to access your
mobile key. No app download required.
Here are the access details:
Start: May, 26. 2022 04:00 PM
End: May, 30. 2022 11:00 AM
109
To lock or unlock, enter the access code followed by "√” key
[X] [X] [X] [X]
To access the common amenities, please login to Guest Portal.
[Login to Guest Portal]
[Share Your VirtualKEY]
For security reasons, you DO NOT share your digital keys/ codes with other guests in
the group. Instead, send them their own access by using Share Your VirtualKEY

Es stand weder um welche Unterkunft es sich handelte noch was die 109 bedeutete. Anhand des Datums konnte ich den Ort zuordnen und die 109 musste die Zimmernummer sein. Lassen wir uns überraschen.

ein seltsames kompliment

Wir verliessen unser Zimmer und sahen die Handwerker sich auf dem Boden liegend ausruhen. Für uns war Abendessen im 650 Meter vom Hotel entfernten Jackson Ranch Steakhouse angesagt. Eine grosse alte Postkutsche zierte den Eingangsbereich. Wir bestellten Eistee, Reiner ein Steak und ich Garnelen. Ein kleiner Aufsteller pries Margaritas auf Weinbasis an. Oh ja, so einen wollte ich haben. Als Inna die Getränke brachte, orderte ich für mich einen Margarita und sie fragte nach einem Ausweis. Mit grossen Augen schaute ich sie an und meinte, dass ich mit meinen 53 noch nie nach einem Ausweis gefragt worden sei. Sie erwiderte mit ernster Miene, ich sähe aus wie 21 und ich zeigte ihr grinsend meinen Pass. Ich deutete auf das Geburtsdatum und erklärte ihr, dass in der Schweiz erst der Tag und dann der Monat geschrieben würden. Genau wie bei ihnen in Mexiko.

Nachdem sie überzeugt war, dass ich alt genug für Alkohol war, brachte Inna den Margarita, Corn Bread und Honey Butter. Reiner wurde ein Salat und mir eine Tomaten-Basilikum-Suppe zur Vorspeise serviert. Als auch das Fleisch und die Garnelen verspeist waren, fuhren wir zum Bosque Del Apache National Wildlife Refuge.

bosque del apache national wildlife refuge

Im Feuchtgebiet, das vom US Fish an Wildlife Service verwaltet wird, überwintern jeweils riesige Kranich- und Gänseschwärme. Als wir eintrafen, waren sie bereits im Sommerurlaub. Stattdessen erwarteten uns Mückenschwärme. Einige Hirsche grasten auf den Feldern und einzelne hübsche Vögelchen stellten sich unserer Kamera. Felder, Wälder und Sumpfgebiete wechselten sich ab. Am Himmel begann die Sonne ein herrliches Schauspiel zu veranstalten. Auf einmal kam etwas Dunkles aus dem Strassengraben hochgekraxelt. Ein Javelina! Und noch eins und noch eins und noch eins. Eine ganze Rotte überquerte vor uns die Strasse. Ich war so aufgeregt, dass ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich die Schweinchen fotografieren oder filmen sollte und tat beides nicht richtig. Ein spektakulärer Sonnenuntergang beendete einen weiteren wunderbaren Tag.

auf die pirsch

Den Frühstücksraum teilten wir am frühen Morgen mit den Bauarbeitern. Einer von ihnen verblüffte mich, als er nicht nur sein Plastikgeschirr wegräumte, sondern auch mit einem feuchten Lappen den Tisch reinigte.

Nach dem Auschecken fuhren wir erneut in den Bosque del Apache auf die Pirsch. Im Schneckentempo, um kein Tier zu verpassen, schoben wir uns vorwärts. Wieder waren die Hirsche im Feld und einige Vögel stapften im Wasser, sassen auf Zweigen oder flogen in dem Moment davon, als wir sie ablichten wollten. Ein Mini Cooper stand vor uns auf dem Weg. Der Fahrer und die Beifahrerin schauten nach links. Als wir uns hinter sie stellten – vorbeifahren wäre an dieser Stelle nicht möglich gewesen – zeigte der Fahrer mit ausgestrecktem Arm in Richtung der Bäume. Weder Reiner noch ich konnten ein Nest oder einen Greifvogel erkennen. Ein Feldstecher wäre jetzt hilfreich gewesen. Nach einer Weile entfernten sie sich in langsamem Temo und wir stellten uns an deren Stelle. Doch auch von dieser Position aus fanden wir nicht heraus, was sie gesehen hatten. Wir fuhren weiter, um kurze Zeit später wieder anzuhalten. Diesmal stiegen wir aus, um uns den Schildkröten, die Reiner entdeckt hatte, etwas zu nähern.

Auf einmal hörte ich etwas rascheln. Was war das? Waren etwa wieder Javelinas unterwegs? Wir horchten und versuchten, das Geräusch zu orten. Überrascht stellte ich fest, dass das Rascheln von einem kleinen Hörnchen verursacht wurde, das die Bäume hoch- und runterraste.

Inzwischen musste das Visitor Center geöffnet haben und wir fuhren hin, um meinen Stempel abzuholen. Vor dem Eingang klebte ein Schwalbennest an der Decke. Ein Ranger war sichtlich erfreut über den Besuch. Er folgte uns ans grosse Fenster, vor dem Trinknäpfe von zahlreichen Kolibris und anderen kleinen Vögeln frequentiert wurden. Der Ranger schaute sich mit uns das unglaubliche Schauspiel an, das die Tierchen veranstalteten.

Ich fuhr uns nochmals durch das Schutzgebiet, bevor wir Socorro Richtung Norden verliessen. Im Visitor Center vom Sevilleta Wildlife Refuge erkundigten wir uns bei dem ebenfalls sehr freundlichen und hilfsbereiten Ranger nach der Gegend. Er erklärte uns, dass dieses Refuge im Gegensatz zum Bosque del Apache viel rauer und ursprünglicher sei. Er zeigte uns auf der Karte einen Weg, den wir mit Zweiradantrieb fahren konnten. Als wir auf dieser Holperpiste waren, war uns das dann zu ursprünglich, weshalb wir die Wildnis verliessen und nach Albuquerque fuhren.

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