new york

Bis vor kurzem galt für mich: Ich war noch niemals in New York ... Aber das hat sich nun geändert und inzwischen hat New York Berlin in meiner Favoritenliste der tollsten Städte abgelöst.

Ich überlege mir, was mich an New York am meisten fasziniert. Sind es die vielen Möglichkeiten auf Plätzen und in Parks sich hinzusetzen und zu picknicken oder die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die mir begegnet sind? Oder ist es die Architektur, die unzählige Fotomotive bietet?

Es gibt aber auch zwei Sachen, die mir nicht so gefallen haben: Egal, wo man eine Kleinigkeit essen will, stets bekommt man LKW-Fahrer-Portionen und ist bereits beim Ansehen satt und das zweite sind die fehlenden Sitzplätze in Cafés, wo man einfach mal ausruhen und einen Kaffee trinken kann.

highlights

  • Meatpacking District
  • Brooklyn Bridge
  • Battery Park City
  • Financial District
  • Avenue of the Americas (6th Avenue)
  • New York Botanical Garden (Bronx)

restaurants

  • Freeman's
  • Strip House
  • Red Rooster Harlem

sehenswuerdigkeiten

Eine gute Möglichkeit, viele Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen, ist der New York Pass. Aus über 80 Attraktionen kann man die gewünschten aussuchen und meist auch an der Warteschlange vorbei eintreten (Fast Track). Der Vorteil ist, dass man Geld spart, wenn man die Muss-Destinationen besichtigt, der Nachteil des Passes ist, dass man kleine hübsche Dinge eher links liegen lässt, weil sie nicht in der Touristenkarte mit eingeschlossen sind.

Wir haben vor allem Dinge gemacht, für die wir keinen Eintritt gezahlt hätten, aber wenn sie schon mal "gratis" sind...:

  • 3-stündige Bootsfahrt rund um Manhattan
  • Empire State Building Observation Deck
  • Madame Tussauds
  • Ripley's Believe It or Not!
  • New York Botanical Garden (s. unter Highlights)
  • Solomon R. Guggenheim Museum
  • Freiheitsstatue
  • Cathedral of Saint John the Divine
  • Top of the Rock

highlights

meatpacking district

Das ehemalige Schlachtviertel oder auch "sündige Viertel" hat einen riesigen Wandel hinter sich und sich zu einem angesagten Quartier mit vielen tollen Restaurants und Boutiquen gemausert. Renovierte Fabrikbauten aus Backstein säumen die Strassen des Meatpacking Districts. Besonders angetan war ich vom Chelsea Market, der eine Vielzahl von Restaurants und Shops beherbergt. Wir schauten zu, wie Sushi-Meister im Lobster Place herrliche Kreationen zauberten, bummelten gemütlich von einem Laden zum nächsten und deckten uns mit Geschenken und Sushi ein. Im angrenzenden "14th Street Park" genossen wir dann unser Mittagessen. Der Park ist ein mit Rasen bepflanzter Kreis, um den ein Weg und Sitzgelegenheiten angeordnet ist. Der Wind bläst kräftig vom Hudson River her, weshalb der Park wohl nicht so gut besucht ist, wie andere grüne Oasen in der Stadt. Ein anderer Grund für die geringe Anzahl an Besuchern kann auch der Verkehr rund um den Park sein. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich unmittelbar in der Nähe die "High Line" befindet. Die stillgelegte Hochbahn wurde mit Wegen, Pflanzen und Bäumen versehen und lädt Fussgänger zum Flanieren ein. Neben Liegestühlen gibt es auch jede Menge Sitzgelegenheiten und Möglichkeiten, sich mit Essen und Trinken einzudecken. Die "High Line" ist ein absolutes Muss für einen New York-Besuch!

brooklyn bridge

Nicht wirklich ein Geheimtipp ist die Brooklyn Bridge und sie ist auch ziemlich voll. Aber sehenswert ist sie auf jeden Fall und es gehört einfach dazu, einmal über die Brücke zu spazieren. Besonders schön ist der Bereich beim Brückenkopf auf der Seite von Brooklyn. Zum einen lädt die "Brooklyn Ice Cream Factory" zu einem leckeren Eis ein, zum anderen bietet die Promenade einen fantastischen Blick auf die Skyline von Manhattan und die Brücke. So stehen dann auch viele Fotografen mit ihren Stativen parat, um das perfekte Foto in der Abendsonne zu schiessen. Nicht so begeistert war ich von der viel gerühmten Pizzeria Grimaldi's. Die Pizza war gut, aber der Service und der Wein liessen zu wünschen übrig. Solange die Menschen aber Schlange stehen, um einen Platz zu ergattern und solange das Restaurant in jedem Reiseführer erwähnt wird, muss sich der Wirt wohl keine Sorgen machen.

battery park city

Der Stadtteil im Südwesten von Manhattan bietet Joggern, Radfahrern und Spaziergängern eine wunderbare Promenade dem Hudson River entlang, von wo aus der Sonnenuntergang ein einmaliges Schauspiel bietet. Auf den Rasenflächen tummeln sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Spielen und Faulenzen. An der Südspitze ist der gleichname Battery Park angegliedert. Vom dort angeordneten Hafen aus fahren Fähren zu der Freiheitsstatue, zu Ellis Island und nach Staten Island.

financial district

Im Financial District geht es geschäftig zu und her. Nicht nur die Banker und Börsenmakler, die sich schnell ein Sandwich kaufen, sind zu sehen, auch auf den verschiedenen Baustellen herrscht Hochbetrieb. Auf der als Ground Zero bekannten "World Trade Center Site" ist nach der Zerstörung der beiden Türme des World Trade Centers das "One World Trade Center" (früher Freedom Tower genannt) im Bau. Es entsteht ein imposanter 541 m hoher Wolkenkratzer. Sehr angetan war ich von dem riesigen Wintergarten im "World Financial Center" mit seinen Palmen und dem gewölbten Glasdach. Auch der 870 m hohe Wohnturm "New York's New Ripple-Style Skyscraper" von Frank Gehry gefällt mir sehr gut. Und natürlich gibt es die Wall Street, an der die weltgrösste Börse angegliedert ist und der Bulle im Bowling Green Park als Zeichen für den Optimismus der Börse. 

avenue of the americas (6th avenue)

Neben der 5th Avenue und dem Broadway ist die Avenue of the Americas wohl eine der bekanntesten Strassen Manhattans. Sie beginnt am Central Park im Norden und endet im Süden an der Church Street. Im oberen Abschnitt der Strasse befinden sich das GE Building und die Radio City Music Hall, die beide zum Rockefeller Center gehören. An der Kreuzung zum Broadway von der 42nd Street bis zur 47th Street erstreckt sich der Times Square. Hier ist es laut und grosse Leuchtreklamen blinken und glitzern an jeder Häuserfront. Am Herald Square befindet sich das riesige Stammhaus der Kaufhauskette Macy's. Ein Muss für alle Shopping-Begeisterten und auch für solche wie mich, die mit Shoppen weniger anfangen können. Mitten in die Hochhäuser eingebettet liegt der Bryant Park. Er liegt zwischen der 5th Avenue und der 6th Avenue und der 40th Street und der 42th Street. Er ist bei den Touristen wie auch bei den Einwohnern sehr beliebt. Die verschiedene Sitzmöglichkeiten werden gerne für den Lunch oder ein Sonnenbad genutzt. Im Sommer finden auch Veranstaltungen auf der Grünanlage statt. Mir hat das Flair dieses Parks sehr gefallen.

new york botanical garden (bronx)

Viele haben Angst davor, in die Bronx zu fahren, aber ich finde der Weg lohnt sich, um den wunderschönen Botanischen Garten zu besuchen. Viele verschiedene Gärten, Pflanzensammlungen und ein grosses Gewächshaus gibt es zu bestaunen. Die riesige Anlage wird durch einen Touristen-Zug erschlossen, aus dem man an verschiedenen Stationen aus- und wieder einsteigen kann. Besonders gefallen hat mir der Rosengarten mit den unzähligen verschiedenartigen Rosen, die teilweise herrlich geduftet haben. Aber auch das Gewächshaus mit den Seerosenteichen und den verschiedenen Klimazonen fand ich sehenswert. Wir hatten Glück mit unserem Besuch, denn zu der Zeit war eine Sonderausstellung zum Thema Seerosen von Claude Monet zu sehen. Sogar ein paar wenige Originale des französischen Impressionisten gab es zu bewundern.

restaurants

strip house

Das Strip House wurde uns als das beste Steakhouse New Yorks empfohlen. Ob es wirklich das beste ist, können wir erst sagen, wenn wir die beiden anderen bekannten Restaurants ausprobiert haben. Das Essen war aber auf jeden Fall hervorragend - wenn auch viel zu viel. Wir hielten uns an die Empfehlungen und reservierten einen Tisch und auch bei den Speisen hielten wir uns an die Tipps. Vorzüglich schmeckten mir die in Gänsefett gebackenen Kartoffeln und der getrüffelte Rahmspinat zu dem zarten Fleisch. Auf Saucen könnte man ruhig verzichten, das Fleisch ist schmackhaft genug. Schummriges Licht erinnert an ein Striplokal, wie es der Name verspricht, aber damit hört der Vergleich auch schon wieder auf.

red rooster harlem

Wir wollten an einem Sonntagmorgen die Stimmung in Harlem fühlen, schauten in die eine oder andere Kirche, in der Gospelchöre herrliche Lieder sangen und suchten das weltbekannte "Silvia's Restaurant" für einen Brunch. Das besagte Restaurant gefiel uns von aussen nicht so sehr wie das daneben liegende "Red Rooster". Auf der Terrasse gab's Livemusik - eine wunderbare dunkle Frauenstimme verbreitete herrlichen Soul. Wir hatten Glück, es waren noch zwei Plätze frei. Für einmal schien die Zeit im hektischen New York still zu stehen. Die andere Gäste wie auch wir verweilten ewig, diskutierten, tratschten und lauschten der Soulqueen. Das Essen wurde zur Nebensache, obwohl es hervorragend schmeckte.

freemans

Hätten wir den Tipp nicht bekommen, hätten wir das Freemans wohl nie entdeckt. Es liegt in einem Hinterhof versteckt. Die Eingangstür ist weder beschriftet noch erkennt man, dass sich dahinter ein Restaurant befindet. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich und das Essen vorzüglich. Der Service ist schnell und äusserst zuvorkommend. Ich freue mich bereits auf den nächsten Besuch in dem trendigen, bei den Einheimischen sehr beliebten Lokal.

sehenswürdigkeiten

3-stündige Bootsfahrt rund um Manhattan

 

Ich liebe das Wasser und ich liebe es, Boot zu fahren. Der "Full Island Cruise" startete beim Pier 83 - gleich neben dem "Intrepid Sea, Air & Spice Museum" und steuerte als erstes die Freiheitsstatue an. Danach ging die Tour weiter um die Südspitze Manhattans mit der imposanten Skyline, unter der Brooklyn Bridge, der Manhattan Bridge und der Williamsburg Bridge hindurch, vorbei an den unzähligen Hochhäusern und Sehenswürdigkeiten. Im Norden wurden die Häuser zusehends flacher. Auf der rechten Seite (Queens) konnten wir das Yankee Stadium ausmachen und auf der linken Seite (Manhattan) waren mehr und mehr Industriebauten zu sehen. Als wir auf der Westseite Manhattens wieder südwärts fuhren, waren riesige Grünflächen zu sehen, wie man sie in Manhattan niemals vermuten würde. Nach drei Stunden Fahrt endete die Rundreise wieder am Pier 83 und wir waren voller toller Eindrücke und einer vollen Chipkarte.

empire state building observation deck

Hätten wir nicht den New York Pass gehabt, wären wir nicht auf das Empire State Building hoch und hätten eine grandiose Aussicht verpasst. Zwar hatten wir den schnellen Zugang übersehen, aber auch so mussten wir nicht allzu lange anstehen; wir waren früh morgens dran. Der "Aufstieg" empfand ich als etwas nervig, zumal wir in einem Geschoss umsteigen mussten und durch einen "Touristentrail" geführt wurden. Aber oben belohnte der atemberaubende Blick auf Manhattan alles, was vorher war!

madame tussauds

Das Wachsfigurenkabinett ist gross, die Figuren sind so, wie man sie erwartet und wir hatten auch ziemlich viel Spass. Trotzdem würde ich wohl keinen Eintritt zahlen, um Robert Redford, Charlie Chaplin oder Justin Biber zu sehen.

ripley's believe it or not!

Ich hatte keine Ahnung, was sich hinter diesem Namen Kurioses verbirgt. Ich kannte die gleichnamige Serie, in der Geschichten in Filmchen verpackt werden und man herausfinden kann, ob es sich um eine wahre oder erfundene Geschichte handelt. Im Museum sind viele kleine und grosse verrückte Dinge zu sehen und zu erleben, für die es sich nicht unbedingt lohnt, Eintritt zu zahlen. Mit dem New York Pass ist es ein durchaus amüsanter Aufenthalt.

solomon r. guggenheim museum

Als Architektin ist das Museum für mich nur schon aus architektonischer Sicht ein Highlight. Auch ohne New York Pass würde ich dafür jedes Mal wieder Eintritt zahlen. Bei unserem Besuch war leider der Rundgang geschlossen, weil eine Picasso-Ausstellung vorbereitet wurde. Dafür konnten wir einige der Picassos erspähen. Die Bilder der niederländischen Fotografin Rineke Dijkstra zogen mich in ihren Bann. Ich war fasziniert von den Portrait-Serien, die Toreros, Fremdenlegionäre oder Jugendliche in einem einzigartigen Stil zeigen.

Freiheitsstatue

 

Wer kennt sie nicht, die grüne Lady. Bereits der Blick vom Hudson River aus ist gewaltig, aber wenn man unten steht und zu ihr hoch schaut, kommt man sich ganz klein vor. Über ein Audio-System bekommt der Besucher auf einem Rundgang um die Freiheitsstatue viele geschichtliche Informationen. Von der Insel aus hat man auch einen wundervolle Aussicht auf sie Skyline Manhattans, Jersey, Staten Island und Brooklyn.

cathedral of saint john the divine

Die gotische Kathedrale befindet sich an der Amsterdam Avenue Ecke 112th Street. Sie ist ein mächtiges Gebäude, das erst zu zwei Dritteln fertig gebaut ist. Verschiedene Kapellen sind den Sprachen gewidmet. In der "deutschen" Kapelle St. Bonifacius gibt es eine ganz besondere Darstellung des Abendmahls zu besichtigen. 

top of the rock observation deck

Das Rockefeller Center ist ein riesiger Gebäudekomplex in Manhattan. Er besteht aus insgesamt 21 Hochhäusern, wovon das GE Building das höchste ist. Im 70. Stockwerk des GE Building befindet sich die für Besucher zugängliche Aussichtsplattform "Top of the Rock". Die Aussicht ist grandios und man hat Blick auf das Empire State Building, was einem von diesem aus logischerweise verwehrt ist. Müsste ich mich zwischen dem Empire State Building und Top of the Rock entscheiden, fiele mir die Entscheidung schwer. The Top of the Rock ist nicht ganz so touristisch ausgeschlachtet, dafür auch nicht ganz so hoch, wie das Empire State Building. Im New York Pass sind beide enthalten, womit für mich die Qual der Wahl entfiel.